Traditionsverband der aktiven und ehemaligen Soldaten
des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung
und seiner Förderer, sowie der ehemaligen Angehörigen und Freunde
der in der Tradition stehender Garde-Regimenter

FORUM


Die „Gruppe Rheinland“

im Semper talis Bund

Die Gruppe Rheinland ist eine Unterorganisation des Semper talis Bundes e. V. (vergleiche § 4a der Satzung des Semper talis Bundes). Sie ist zuständig für die zusätzliche Betreuung der Mitglieder, die ihren Wohnsitz im Rheinland haben und schriftlich eine Betreuung durch die Gruppe Rheinland beantragen. Auch Mitglieder aus anderen Bereichen können schriftlich die zusätzliche Betreuung durch die Gruppe Rheinland beantragen.

Die Mitglieder der Gruppe Rheinland wählen für ihre Betreuung einen Gruppensprecher, einen stellvertretenden Gruppensprecher sowie einen Schriftführer und Kassenwart.

Während der Mitgliederversammlung der Gruppe Rheinland im Semper talis Bund am 30. Juni 2017 wurden in ihrem Amt bestätigt:



Gruppensprecher
Oberstleutnant a. D.
Volker Künanz

gruppe-rheinland@semper-talis-bund.de
stv. Gruppensprecher
Oberstabsfeldwebel d. Res.
Wolfgang Weiland
Schriftführer und Kassenwart
Hauptmann a. D.
Werner Schober


Die Gruppe Rheinland bietet allen Mitgliedern des Semper talis Bundes einen monatlichen Stammtisch, grundsätzlich am letzten Freitag im Monat ab 19.00 Uhr im Unteroffizierheim der Brückbergkaserne in Siegburg an. Über zusätzliche Veranstaltungen (z.B. Exkursionen, Grillabende und Jahresabschlussessen) werden die Mitglieder der Gruppe Rheinland gesondert informiert.

 

 

 

Ardennen – Sedan, eine europäische Schicksalslandschaft


Exkursion der Gruppe Rheinland 2017


Bereits gegen Ende letzten Jahres wurde bei unseren „Monatstreffen“ die Frage nach der Exkursion 2017 gestellt. Aus persönlichem Interesse hatte ich mir das Buch „Ardennen – Sedan“ mit dem wichtigen Untertitel „Militärhistorischer Führer durch eine europäische Schicksalslandschaft“ beschafft. Da ich wusste, dass diese Exkursion mindestens 2 Tage und deswegen persönlichen finanziellen Aufwand beanspruchen würde, stellte ich diesen Vorschlag zur Diskussion. Die Zustimmung war eindeutig.

 

Der uns von vorherigen Exkursionen bereits bekannte Oberstleutnant a. D. Bernhard Wacker MA erklärte sich bereit, die historische Seite der Exkursion zu übernehmen. In vorbereitenden Gesprächen und in Anlehnung an das oben genannte Buch legten wir fest, dass zwar die gesamte historische Palette zu berücksichtigen sei, der Schwerpunkt jedoch beim Jahr 1940 liegen muss, und hierbei besonders die Leistungen der vorne eingesetzten Infanterie- und Pionierkräfte darzustellen seien.

 

Wir starten wie geplant am 05. Juli um 08.00 Uhr aus der Brückberg-Kaserne. Während der Fahrt erläutert Oberstleutnant a. D. Bernhard Wacker MA die Gesamtplanung des Frankreichfeldzuges und dass wir deswegen das im Schwerpunkt eingesetzte XIX. Armeekorps (Guderian) mit seinen 3 PzDiv – 2. PD rechts, 1. PD Mitte, 10. PD links – besprechen werden. Wir verzichten aus Zeitgründen auf die Darstellung der Anmarschwege der deutschen Kräfte durch Eifel und Luxemburg und erreichen gegen Mittag den ersten Besprechungspunkt bei Petit Voir. Historische Zeit: 11.05.1940 09.30 - 15.00 Uhr.

 

Das vorne eingesetzte PzRgt 2 der 1. PzDiv umgeht – anders als von den Franzosen erwartet – Neufchâteau südlich und stößt direkt auf Petit Voir vor, wo sich der Gefechtsstand der französischen Verzögerungskräfte befindet. Da die Deutschen hier über keine Infanteriekräfte verfügen, entsteht ein Gefecht mit ungewissem Ausgang. Dies ändert sich jedoch als das etwas zurückhängende PzRgt 1 erscheint und nicht, zur Überraschung der französischen Verteidiger, in den Kampf eingreift, sondern das eingeschnittene Gelände ausnutzt, Petit Voir südlich umgeht, den Rückzugsweg der Franzosen Richtung Bertrix abschneidet und damit das Gefecht entscheidet. Die Verzögerungslinien 2 und 3 sind innerhalb von 6 Stunden durchbrochen.