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Traditionsverband der aktiven und ehemaligen Soldaten
des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung
und seiner Förderer, sowie der ehemaligen Angehörigen und Freunde
der in der Tradition stehender Garde-Regimenter

FORUM


Die „Gruppe Rheinland“

im Semper talis Bund

Die Gruppe Rheinland ist eine Unterorganisation des Semper talis Bundes e. V. (vergleiche § 4a der Satzung des Semper talis Bundes). Sie ist zuständig für die zusätzliche Betreuung der Mitglieder, die ihren Wohnsitz im Rheinland haben und schriftlich eine Betreuung durch die Gruppe Rheinland beantragen. Auch Mitglieder aus anderen Bereichen können schriftlich die zusätzliche Betreuung durch die Gruppe Rheinland beantragen.

Die Mitglieder der Gruppe Rheinland wählen für ihre Betreuung einen Gruppensprecher, einen stellvertretenden Gruppensprecher sowie einen Schriftführer und Kassenwart.

Während der Mitgliederversammlung der Gruppe Rheinland im Semper talis Bund am 30. Juni 2017 wurden in ihrem Amt bestätigt:



Gruppensprecher
Oberstleutnant a. D.
Volker Künanz

gruppe-rheinland@semper-talis-bund.de
stv. Gruppensprecher
Oberstabsfeldwebel d. Res.
Wolfgang Weiland
Schriftführer und Kassenwart
Hauptmann a. D.
Werner Schober


 

 

                  Exkursion zum westlichen Eckpfeiler der Maginot Linie

                                      „Ouvrage La Ferté sur Chiers“

  

Während der Nachbereitung der Exkursion von 2017 nach Sedan stoße ich in dem schon für diese Exkursion zugrunde liegendem Buch von Karl-Heinz Frieser „Ardennen-Sedan“ und dem Vorgängerbuch des gleichen Schriftstellers „Blitzkrieg-Legende“ auf einen deutlichen operativen Zusammenhang der Ereignisse bei Sedan und dem einzigen Angriff der Wehrmacht während des Frankreichfeldzuges 1940 auf die westlichste Befestigungsanlage der Maginotlinie bei Villy – La Ferté.

 

Ich stelle dies beim ersten Treffen 2018 der Gruppe Rheinland vor, verbunden mit dem Vorschlag, die Exkursion 2018 nach La Ferté durchzuführen. Anfängliche Skepsis, ob dies in einer Tagestour zu schaffen sei, kann ich nach ersten Verbindungsaufnahmen mit dem geplanten Transportunternehmen und dem Leiter der Festungsanlage in Frankreich, Monsieur Dupont, zerstreuen. Die Vorbereitungen sind aufwendiger als zunächst gedacht. 14 E-Mails sind notwendig, um Zeitpunkt und englischsprachige Führung festzulegen. Kamerad Winzen hat sich sehr früh bereiterklärt, die Übersetzung zu übernehmen.

 

So fahren wir am 04.07. von Siegburg los, „Kraftfahrer D“ ist wieder Kamerad Frohwein. An der AS Merl der A 565 nehmen wir Oberstleutnant a. D. Bernhard Wacker MA auf, den wir gebeten haben, bei dieser Exkursion unser Gast zu sein.

 

Kurz vor Erreichen unseres Zieles, von Luxemburg kommend, bei der Durchfahrt durch den ostwärtigen Teil der Ardennen, erfolgt eine Einweisung in die damalige Lage. Wir erinnern uns an die Situation 13./14.05.1940: Das PzKorps Guderian hat die Maas bei Sedan mit 2. PD rechts, 1. PD Mitte und 10. PD links überschritten. Die 10. PD wird bei Stonne am14. und 15.05. in heftige und verlustreiche Kämpfe verwickelt.

 

Die Franzosen haben nicht nur Kräfte in den Bunkern Maginot Linie gebunden, sondern hinter ihr bewegliche Kräfte, die einen Angriff auf sie unter allen Umständen verhindern sollen, um das Schlagwort der Festungssoldaten „on ne passe pas“ (man kommt nicht durch) Wahrheit werden zu lassen. Die Wehrmachtführung befürchtet, dass diese Kräfte die linke Flanke des PzKorps angreifen und damit den Erfolg des gesamten Feldzuges in Frage stellen könnten. Es wird ein Angriff auf das westlichste Bunkersystem der Maginot Linie befohlen: Ouvrage La Ferté sur Chiers, etwa 25 km südostwärts Sedan. Durchführung 71.InfDiv!

 

Die französische Führung muss sich zwischen drei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens der deutschen Kräfte entscheiden:

  • weiteres zielstrebiges Vorgehen der Panzer Richtung Kanalküste ohne ausreichenden Infanterieschutz;
  • schwenken der durchgebrochenen Panzerkräfte nach Südwesten auf Paris;
  • weiteres Eindrehen der feindlichen Kräfte um die Maginot Linie von hinten aufzurollen.

Da es sich kein französischer militärischer Führer, gleich welchen Dienstgrades, leisten kann, auch nur ein Stück der Maginot Linie aufzugeben (on ne passe pas!), ist der Entschluss eindeutig: Die beweglichen Kräfte bleiben wo sie sind! Das Ziel der deutschen Heeresführung ist erreicht: einen Angriff in die südliche Flanke der nach Westen strebenden Panzerkräfte zu verhindern. Die Tragödie um die Ouvrage La Ferté sur Chiers beginnt.

                       

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Wir sind inzwischen am Bunkersystem angekommen, haben uns beim Empfang angemeldet und sehen, bis zum Eintreffen unseres englisch sprechenden Führers – Monsieur Delice - einen Film zur Sensibilisierung auf das Thema: Parallel zu den zeichnerischen Darstellungen der Soldaten werden Briefe der während der Kämpfe gefallener französischer und deutscher Soldaten an ihre Angehörigen verlesen!

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Nach dieser beeindruckenden Einführung „übernimmt“ Mr. Delice. Vom „Dach“ des westlichen Teils der Bunkeranlage (Block II) führen wir eine kurze lagebezogene Geländeorientierung durch. Bereitstellung der für den Angriff befohlenen Kräfte in der Ortschaft Villy etwa 2 km nördlich der Bunkeranlage, von dort vorgehen rechts und links umfassend. Der Weg des schließlich erfolgreichen Pionier Stoßtrupps unter Oberleutnant Germer verläuft aus Villy kommend in Verlängerung der Straße, die wir bis zum Erreichen des Panzerwerks herauf gekommen sind.

 

Bevor wir in den Bunker hineingehen, sehen wir die Wirkung des unterstützenden Artilleriefeuers auf die Panzerglocken. Abpraller und Treffer im rechten Winkel, die alle jedoch nicht kampfentscheidend waren. Selbst nicht die Geschosse der 8,8 cm Flak! Nach einigen erfolglosen Angriffen gelingt es schließlich dem erwähnten Stoßtrupp am 18.05. gegen 1800, eine 40 kg Ladung am Pak Drehturm des Blocks II zu zünden und diesen in Schräglage zu sprengen. Durch diese Öffnung und später aufgesprengte Schießscharten – auch im Block I - werden Sprengmittel und Nebelkerzen in das Innere geworfen, was zu Bränden und zu Explosionen der gelagerten Munition führt.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Es wird Zeit, die „Ouvrage“ zu betreten und über Folgen für Besatzung und Material zu sprechen. Wir steigen innen zum gesprengten Drehturm auf, sehen die noch vorhandene Pak. Mr. Delice erwähnt, dass auch ohne die Sprengung die Waffenanlage wegen Instandsetzungsarbeiten nicht einsatzfähig gewesen wäre. Er schildert, dass durch die Brände und Explosionen alle lebenswichtigen Systeme ausgefallen sind, vor allen Dingen Strom für Be- und Entlüftung und Beleuchtung. Uns wird die katastrophale Lage der Festungssoldaten zunächst nicht bewusst, weil die Anlage ja beleuchtet ist.

 

Wir steigen über ca 170 Stufen 35m tief in den Verbindungsgang ab um den Block I zu erreichen. Wir gehen an Funktionsräumen vorbei, Küche, Sanitätsbereich, Schlafräume: Doppelstockgestelle jeweils ein Bett für zwei Mann! Teilweise Brandspuren. Überall dort wo es möglich ist, sind in den Funktionsräumen Fotografien der dort eingesetzten Soldaten angebracht. Die Katastrophe erhält Gesichter. Die spärliche Beleuchtung lässt uns nur ansatzweise die Todesahnung der Eingeschlossenen ahnen. Nach endlos langen 300 m müssen wir knapp 30 m nach oben steigen um im Block I anzukommen.

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Hier versammelt uns Mr. Delice in einem Raum mit Schießscharten und gedeckten Auswurfmöglichkeiten für Handgranaten und erklärt uns, dass der Festungskommandant, Oberleutnant Bourguignon und alle Soldaten wussten, in welcher Gefahr sie sich befanden: Ersticken durch Kohlenmonoxyd. Die Besatzung von Block II versuchte sich durch den etwa 300 m Verbindungsgang zum Block I zu retten und die von Block I umgekehrt. Da die Ouvrage nicht mehr einsatzfähig war, wollte Bourguignon gegen morgen des 19.05. für die Besatzung die Erlaubnis erwirken, sie verlassen zu dürfen. Der zuständige Kommandeur verweigert dies. (On ne passe pas!) Für einen französischen Historiker, der in dem Buch von K.H. Frieser zitiert wird, ist dies eine „monströse Absurdität.“ Mr. Delice zeigt uns die Öffnung, durch die der verzweifelte Bourguignon den Festungsschlüssel in den Diamantgraben (Graben zur Sicherung von Schießscharten) fallen ließ.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Nach diesem Rundgang entlässt uns hier Mr. Delice buchstäblich in die Freiheit. Wir bedanken uns für die eindrucksvolle Führung. Für Nachfragen ist leider keine Zeit, weil die nächste Gruppe bereits wartet.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober 

 

Unterhalb des Blocks II gibt es eine Gedenkstätte „Hommage aux heros de Villy La Ferté Mai 1940“, gegenüber dem Friedhof, auf dem die 107 Festungssoldaten beigesetzt sind. Wir legen den vorbereiteten Kranz des Semper Talis Bundes nieder und gedenken der hier gefallenen französischen Soldaten.

Copyright: Semper talis Bund e.V., OStFw d.R. Weiland

 

Die Frage, ob der Festungskommandant, da nichts mehr einsatzfähig war, entgegen des Befehls seine Untergebenen hätte retten müssen, kann vielleicht Gespächsstoff für interessierte Leser sein.

 

Semper talis

Oberstleutnant a. D. Volker Künanz

 

 

 

Die Sonne meinte es gut …

 

Grillabend 2018

Beim diesjährigen Grillabend der Gruppe Rheinland meinte es die Sonne gut mit uns. Schon frühzeitig hatten sich mehr Kameraden mit ihren Frauen als im letzten Jahr auf der Terrasse des Unteroffizierheimes in der Brückberg-Kaserne in Siegburg eingefunden.

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober

Unser erster Sprecher, Oberstleutnant a.D. Volker Künanz, freute sich, so zahlreiche Mitglieder mit ihren Frauen begrüßen zu können. Die Teilnehmer an der bevorstehenden Exkursion zur „Ouverage de la Ferté“ erhielten letzte Informationen.

Copyright: Semper talis Bund e.V., OStFw d.R. Weiland

Anschließend berichtete der Schriftführer, Hauptmann a.D. Werner Schober über den Stand der Vorbereitungen zur Bundestagung des Semper talis Bundes in Verbindung mit dem Schrippenfest des Wachbataillon BMVg in Berlin.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober

Nach diesem offiziellen Teil wurde, wie von allen bereits freudig erwartet, der Teil „Grillabend“ eröffnet. Oberstabsfeldwebel d. R. Wolfgang Weiland und Hauptmann a. D. Werner Schober hatten wieder mit Unterstützung ihrer Frauen alle Vorbereitungen getroffen – so, dass neben saftigem Fleisch und Würstchen auch leckere Salate auf die hungrigen Gäste warteten. Natürlich war auch „Flüssiges“ in ausreichender Menge und Vielfalt vorhanden.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., Hptm a.D. Schober

Da die wärmende Sonne ihr Bestes gab, wurde noch bis in den späten Abend bei angeregten Gesprächen zusammen gesessen.

 

Hauptmann a.D. Werner Schober

               

 

Alle Jahre wieder ...

Die Vorweihnachtszeit ist auch die Zeit zur Besinnung und des Rückblicks. So ist es jährliche Tradition, dass die Gruppe Rheinland in dieser stimmungsvollen Zeit zum Jahresabschlussessen in das Unteroffizierheim der Brückberg-Kaserne in Siegburg einlädt.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., OStFw d.R. Weiland 

In diesem Jahr konnte unser Gruppensprecher Oberstleutnant a. D. Volker Künanz den Bundesgeschäftsführer des Semper talis Bundes, Oberstabsfeldwebel Christoph Patzak, der extra zu diesem Anlass aus Berlin zu uns gekommen war, begrüßen. Besonders aber begrüßte er die anwesenden Damen, den Vorsitzenden des von Rohdich‘schen Legatenfonds, Oberst d. R. Albrecht Schwabe und den ehemaligen Kommandeur des Wachbataillons und Vorsitzende des Semper talis Bundes Oberst a. D. Stephan Schäfer.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., OStFw d.R. WeilandI

n einer kurzen Ansprache überbrachte Oberstabsfeldwebel Patzak die Grüße unseres Bundesvorsitzenden Oberstleutnant Patrick Bernardy. Neben einen Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr mit den Höhepunkten, den Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen des Wachbataillons BMVg,  gab er auch einen Ausblick auf das Jahr 2018. Anschließend erinnerte Oberstleutnant a.D Künanz an die Veranstaltungen der Gruppe Rheinland, insbesondere an unsere Exkursion nach Sedan und gab einen kurzen Ausblick auf die Planungen für 2018.

 

Dann wurde es auch Zeit, das wieder vom Kantinenpächter Herrn Budzinski prächtig zubereitete kalt-warme Buffet zu eröffnen, was keine Wünsche offen lies.

 

Copyright: Semper talis Bund e.V., OStFw d.R. Weiland

Bei guten Gesprächen verging die Zeit wie im Fluge. Mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein Wiedersehen im neuen Jahr verließen auch die Letzten kurz vor Mitternacht die Kaserne.

 

Hauptmann a.D. Werner Schober

 

Ardennen – Sedan, eine europäische Schicksalslandschaft

Exkursion der Gruppe Rheinland 2017

 

 

Bereits gegen Ende letzten Jahres wurde bei unseren „Monatstreffen“ die Frage nach der Exkursion 2017 gestellt. Aus persönlichem Interesse hatte ich mir das Buch „Ardennen – Sedan“ mit dem wichtigen Untertitel „Militärhistorischer Führer durch eine europäische Schicksalslandschaft“ beschafft. Da ich wusste, dass diese Exkursion mindestens 2 Tage und deswegen persönlichen finanziellen Aufwand beanspruchen würde, stellte ich diesen Vorschlag zur Diskussion. Die Zustimmung war eindeutig.

 

Der uns von vorherigen Exkursionen bereits bekannte Oberstleutnant a. D. Bernhard Wacker MA erklärte sich bereit, die historische Seite der Exkursion zu übernehmen. In vorbereitenden Gesprächen und in Anlehnung an das oben genannte Buch legten wir fest, dass zwar die gesamte historische Palette zu berücksichtigen sei, der Schwerpunkt jedoch beim Jahr 1940 liegen muss, und hierbei besonders die Leistungen der vorne eingesetzten Infanterie- und Pionierkräfte darzustellen seien.

 

Wir starten wie geplant am 05. Juli um 08.00 Uhr aus der Brückberg-Kaserne. Während der Fahrt erläutert Oberstleutnant a. D. Bernhard Wacker MA die Gesamtplanung des Frankreichfeldzuges und dass wir deswegen das im Schwerpunkt eingesetzte XIX. Armeekorps (Guderian) mit seinen 3 PzDiv – 2. PD rechts, 1. PD Mitte, 10. PD links – besprechen werden. Wir verzichten aus Zeitgründen auf die Darstellung der Anmarschwege der deutschen Kräfte durch Eifel und Luxemburg und erreichen gegen Mittag den ersten Besprechungspunkt bei Petit Voir. Historische Zeit: 11.05.1940 09.30 - 15.00 Uhr.

 

Das vorne eingesetzte PzRgt 2 der 1. PzDiv umgeht – anders als von den Franzosen erwartet – Neufchâteau südlich und stößt direkt auf Petit Voir vor, wo sich der Gefechtsstand der französischen Verzögerungskräfte befindet. Da die Deutschen hier über keine Infanteriekräfte verfügen, entsteht ein Gefecht mit ungewissem Ausgang. Dies ändert sich jedoch als das etwas zurückhängende PzRgt 1 erscheint und nicht, zur Überraschung der französischen Verteidiger, in den Kampf eingreift, sondern das eingeschnittene Gelände ausnutzt, Petit Voir südlich umgeht, den Rückzugsweg der Franzosen Richtung Bertrix abschneidet und damit das Gefecht entscheidet. Die Verzögerungslinien 2 und 3 sind innerhalb von 6 Stunden durchbrochen.

 

 

Der Weg nach Bouillon - der Stadt, deren strategische Bedeutung schon Gottfried von Bouillon im Mittelalter durch den Bau der auch heute noch gut erhaltenen Festung erkannt hatte - war frei! Bereits um 18.30 Uhr sind erste gepanzerte Kräfte in Bouillon, können jedoch nicht verhindern, dass beide Brücken über die Semois von den Franzosen gesprengt werden. Eine Furt oberhalb der nördlichen Brücke „Pont de Liege“ ermöglicht es, wenn auch nur kurzfristig, ins Zentrum einzudringen.

 

Wir nutzen den Aufenthalt in Bouillon zur persönlichen logistischen Ergänzung in einem Café an der Pont de Liège gegenüber dem Hotel de la Poste, in dem Napoleon III sich aufhielt und mit dem Ausruf „Ab nach Kassel“ in seine Internierung nach Kassel - Wilhelmshöhe geschickt wurde.

 

 

Wir verlassen Bouillon am frühen Nachmittag zum nächsten Besprechungspunkt, dem „Maison forte St Menges“ etwa 3 km nördlich der Ortschaft St.Menges. Kurz hinter der Grenze zu Belgien haben die Franzosen eine „Ligne des Maisons forte“, als Wohn- oder Wirtschaftshäuser getarnte Bunker, angelegt. Historische Zeit: 12.05.1940 10.00 Uhr. Vorderste Teile PzRgt 2 mit unterstellten Teilen SchtzRgt 1 treffen auf den getarnten Bunker und können ihn nehmen, erreichen um 14.30 Uhr die Ortschaft St. Menges und um 18.15 Uhr das diesseitige Maasufer nordwestlich Sedan bei Floing.

 

 

Wir selbst begeben uns zwischen den Ortschaften St Menges und Floing abseits der Straße auf eine Höhenrippe. Der Blick geht über das Maastal hinweg auf das gegenüber liegende Gelände mit der Höhe 301, von der Moltke „der Ältere“, Generalstabschef des preußischen Heeres, den Verlauf der Schlacht am 01.09.1870 verfolgt hat, deren siegreiche Beendigung schließlich zur Gründung des deutschen Reiches führte – europäische Schicksalslandschaft eben!

 

Am späten Nachmittag stehen auch wir an der Maas. Unser letzter Besprechungspunkt des Tages, bei der Ortschaft Gaulier, der „Lücke von Gaulier“, einer der vorgesehenen Übergangsstellen für die 1. PD. Oberstleutnant a.D. Wacker benennt, im Gelände gezeigt, die für den 13.05.1940 geplanten Übergangsstellen des XIX. AK: 2500 südwestlich bei Donchery 2. PD, hier bei uns und Nordwestrand Sedan 1. PD und Südwestrand Sedan und weiter maasaufwärts 10. PD.

 

Wir beziehen unsere Unterkunft im Kyriad in Sedan, 3Sterne, Teilnehmerbewertung: Abendessen Salat, Hauptspeise, Nachspeise 19,20 €, Bier 0,33 kalt/warm 4,20 €, Frühstück i.O., Zimmer Geschmacksache.

 

Nach dem Frühstück am 06.07. beginnt um 09.00 Uhr die Fortsetzung der Exkursion zunächst an den Sedan nahen Übersetzstellen, für die ab jetzt der befohlene Übersetzbeginn in historischer Zeit gilt: 13.05. 1940 16.00 Uhr.